Das Mädchen mit den Schwefelhölzern




Das Märchen "Das Mädchen mit den Schwefelhölzern" wurde im Jahr 2013 für die Märchenreihe "6 auf einen Streich" verfilmt. 



Handlung:


Die 13-jährige Inga und ihr Freund, der 9,5-jährige Emil machen am Weihnachtstag im Waisenhaus eine Kissenschlacht. Nachdem Emil die Kissenschlacht gewonnen und Inga ihm ihr Armulett gezeigt hat, werden sie von der strengen und kaltherzigen Hausmutter Frau Landfried gerufen. Alle Kinder des Waisenhauses müssen Schuhe aus Leder herstellen. Frau Landfried erzählt den Kindern, sie könne nicht viel Geld für diese Schuhe verlangen. Doch als der Händler kommt, bekommt Inga mit, wie Frau Landfried die Schuhe teuer verkauft - sie bekommt sieben Taler pro Paar und viele Bündel mit je 30 Schwefelhölzern. Frau Landfried erwischt Inga, die unerlaubterweise den Handel beobachtet und beauftragt sie, statt Frühstück den Arbeitssaal aufzuräumen - ganz alleine. Emil kommt Inga heimlich zur Hilfe und stößt aber versehentlich einen Becher Leim um. Als Frau Landfried die Pfütze aus Leim sieht, nimmt Inga die Schuld auf sich und wird von Frau Landfried mit dem Stock bestraft. 


Später treffen sich die Kinder zum Appell in der Eingangshalle. Frau Landfried fordert, dass sie die Schwefelhölzer für jeweils einen Taler verkaufen sollen: Das Kind, das die meisten Taler mit ins Waisenhaus bringt, bekommt ein Stück von ihrer Weihnachtsgans und jenes Kind, das ohne Geld ins Waisenhaus kommt, würde den Stock zu spüren bekommen. Gemeinsam machen sich Emil und Inga auf den Weg zum Weihnachtsmarkt in der Stadt. Der freundliche Stadtwächeter kauft ihnen ein Schwefelholz ab, gibt ihnen einen Schluck von seinem Tee und schenkt Inga ein frisches Tuch, mit dem sie ihre Hand verbinden kann, wo Frau Landfried sie zuvor geschlagen hatte. Inga und Emil versuchen noch weitere Schwefelhölzer auf dem Weihnachtsmarkt zu verkaufen, werden aber von Franz, einem älteren Jungen aus dem Waisenhaus, verscheucht. Er ist der Liebling von Frau Landfried und möchte unbedingt das versprochene Stück von der Weihnachtsgans für sich gewinnen. Inga und Emil teilen sich nun auf, um möglichst viele Schwefelhölzer zu verkaufen. Während Inga bis zum Abend immerhin noch zwei Hölzer verkaufen konnte, hat Emil kein einziges verkauft. Emil fürchtet sich nun ins Waisenhaus zurückzukhren, da er keine Taler hat. Aber Inga kauft ihm von ihren drei Talern drei von seinen Hölzern ab und schickt ihn ins Waisenhaus -  er solle sich aufwärmen und sie würde sicherlich noch irgendwo ein paar Schwefelhölzer verkaufen können. So eilt Inga zu den Händlern vom Weihnachtsmarkt, die nun schon ihr Zeug zusammenpacken und Emil geht zum Waisenhaus. 


Im Waisenhaus lässt sich Frau Landfried von den Kindern die Taler geben. Wie zu erwarten, hat Franz alle 30 Schwefelhölzer verkauft und gewinnt ein Stück von der Weihnachtsgans. Als Emil seine drei Taler zeigt, ordnet Frau Landfried an, er solle von Franz zehn Schläge mit dem Stock bekommen. Franz, dem es inzwischen leidtut, Emil und Inga verscheucht zu haben, schlägt mit dem Stock auf einen Korb mit Stoff und Emil schreit so, als würde er geschlagen werden. So bleibt ihm seine Strafe erspart. Inga läuft in der nun leeren Stadt umher. Inzwischen ist es spät geworden. Sie trifft einen geheimnisvollen Fremden. Er kennt ihren Namen, obwohl sie ihm ihn nie verraten hatte. Inga beschließt, nicht ins Waisenhaus zurückzugehen, sondern in das Haus zu gehen, in dem sie früher mit ihren Eltern gewohnt hat. Das Haus ist eingefallen und bietet daher kaum Schutz vor der Kälte. Wieder taucht der geheimnisvolle Fremde auf. Inga zündet eines der Schwefelhölzer an, um sich ein bisschen aufzuwärmen und findet das Haus fast so vor, wie es früher aussah. Als das Schwefelholz erlischt, ist alles wieder wie vorher. Sie erzählt dem Fremden von dem was sie gesehen hatte und probiert es kurz darauf wieder. Wieder sieht das Haus wie früher aus und sie hört die Stimme ihrer verstorbenen Eltern. Die Stimme scheint von hinter einem Vorhang zu kommen. Als sie gerade dorthin gehen will, erlischt das Schwefelholz und alles ist wieder wie vorher. Inga will noch ein Schwefelholz anzünden, aber das Bündel ist ihr in den Schnee gefallen und die Hölzer sind nass. Der Fremde fasst sie einmal an und ermutigt Inga, daran zu glauben, dass die Hölzer brennen werden. Dann verabschiedet er sich. Inga gelingt es, ein weiteres Schwefelholz anzuzünden. Schnell eilt sie zu dem Vorhang, wo sie die Stimme ihrer Eltern gehört hatte. Sie geht durch den Vorhand hindurch, sieht ihre Elter in einer warmen, goldenen Welt und rennt zu ihnen. Das restliche Bündel Schwefelhölzer brennt ab.


Emil hat sich inzwischen auf die Suche nach Inga gemacht, nachdem er mitbekommen hatte, dass es Frau Landfried nicht interessiert, wo sie steckt. Er trifft den Stadtwächter und erzählt ihm über die Zustände im Waisenhaus. Gemeinsam suchen sie Inga und finden sie tot im verfallen Haus ihrer Eltern sitzen. In ihrem Gesicht ist ein leichtes Lächeln und die abgebrannten Schwefelhölzer in ihrer Hand qualmen noch ein wenig. Am Himmel erscheint eine Sternschnuppe.


Es ist 10 Jahre später und Emil ist der neue Leiter des Waisenhauses. Er hat das Haus hübsch eingerichtet und kümmert sich fürsorglich um die Kinder. Franz ist sein Kollege und Frau Landfried darf nach ihrer Haft auch wieder dort arbeiten. Es ist wieder Weihnachten und der Händler kauft von ihnen selbstgeschnitzte Krippenfiguren, die liebevoll und ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Emil bezieht die Kinder in den Handel mit ein und fordert von dem Händler Dinge die zum Wohl der Kinder und des Waisenhauses sind. Der Stadtwächter kommt mit seiner Frau und seiner Tochter vorbei und bringt selbstgestrickte Kleidung. Franz und Frau Landfried sorgen für weihnachtliche Dekoration, während die Kinder Emil mit einer Kissenschlacht überraschen. Später geht Emil vor die Tür des Waisenhauses und wünsche Inga über das Armulett frohe Weihnachten. So lebt Inga in seinem Herzen weiter.



Filmdaten:


OriginaltitelDas Mädchen mit den Schwefelhölzern
ProduktionslandDeutschland
Originalsprachedeutsch
Filmlängeca. 60 Minuten
AltersfreigabeFSK 0



Stab:


RegieUwe Janson
DrehbuchDavid Ungureit
ProduktionMartin Hofmann
MusikMichael Klaukien, Andreas Lonardoni
KameraMarcus Stotz
SchnittMelania Singer
ProduktionsunternehmenAskania Media Filmproduktion



Drehort:


  • Schloss Marquardt (bei Potsdam)
  • Zitadelle Spandau (in Berlin)


Hintergrund:


DrehzeitFebruar und März 2013
Erstausstrahlung25. Dezember 2013
DVD-Erscheinung14. November 2013



Waisenhaus

(Schloss Maquardt)


Foto: Von A.Savin - Eigenes Werk, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=151104056 



Mitwirkende:


Rollenname
Darsteller


IngaLea Müller
EmilMaximilian Ehrenreich
Frau LandfriedNina Kunzendorf
FranzFerdinand Lehmann
Emil (älter)Theo Trebs
StadtwächterOliver Korittke
HändlerMichael Lott
der FremdeJörg Hartmann
Ingas MutterKerstin Kramer
Ingas VaterBen Zimmermann
Dame mit der WeihnachtspyramideAnna Schäfer-Kilian